Literarisch
Sehnsucht nach einem wahren Empfinden
Über das Einfache, das übersehen wird, und die Gegenwart, die ungewürdigt bleibt: ein kurzer Text über das echte Empfinden, im Widerstreit mit der Kultur des Algorithmus und des Scheins.
Von Juan Tomás Jara Masson17. Januar 20261 Min. Lesezeit
Traurige und einsame Beziehungen ohne Güte, eine Welt, gedämpft von der vagen Oberfläche dieses Geschlechts. Anschein von Schönheit, der ins Leere führt einer Menschheit ohne Seele.
Netzwerke, die nicht sehen, Algorithmen, die nicht fühlen. Eine Melancholie, eigen jener Engstirnigkeit, die nicht über den eigenen Quadratkilometer hinausblickt.
Das Alte, verachtet und so wenig geschätzt, Hand und Feder, die die unerkannten Wunder verraten derer, die heute, gefangen, die Vergangenheit nicht achten.
Als fühlten wir nicht mehr, verlöschen wir langsam. Das Einfache wird übersehen, der alltägliche Gruß nicht einmal mehr gegeben, die bloße Gegenwart nicht gewürdigt, in einem Kreis, der Verletzlichkeit nicht mehr versteht und stattdessen Gleichgültigkeit gegenüber dem Wesen der Wahrheit zeigt.
Dazuzugehören mit Unbehagen, fremd zu sein, nur weil man einer anderen Generation angehört. Gefürchtete Verletzlichkeit, ein Panzer, gebaut zum Schutz vor einer Welt ohne Sinn.
In dieser Einsamkeit ist es Teil einer gesellschaftlichen Verurteilung, aus einer anderen Zeit zu sein. Die Isolation dessen, der, gefangen in der Höhle, die Persönlichkeit des Anderen nicht zu fassen vermag, der eine Identität sucht, die über Nationalität hinausreicht.

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