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Ursprung

Das Wort als
öffentliche Verantwortung

Diese Zeitschrift geht von einer einfachen Überzeugung aus: mit Sorgfalt, in Freiheit und mit Argumenten zu schreiben ist eine der möglichen Weisen, die Demokratie zu hüten. Die moralische Referenz ist die Weiße Rose — ein Kreis von Studierenden und Professoren an der Universität München, die zwischen 1942 und 1943 Flugblätter gegen das nationalsozialistische Regime schrieben und verteilten. Sie verfügten weder über eine mächtige Organisation noch über eigene Verbreitungsmittel: Sie hatten das geschriebene Wort, moralische Argumente und ein öffentliches Gewissen, das sich weigerte zu schweigen. Wir machen sie nicht zum Mythos oder zum Emblem; wir nehmen sie als nüchterne Erinnerung.

Was die Veröffentlichung orientiert

Drei Verpflichtungen ordnen die Zeitschrift. Keine ist neu: sie gehören zum gemeinsamen Vokabular des zeitgenössischen humanistischen, liberaldemokratischen und republikanischen Denkens. Die vollständige Liste der redaktionellen Verpflichtungen findet sich in Grundsätze.

Menschenwürde

Vor jedem Gesetz und jeder zufälligen Mehrheit. Jede Person als Selbstzweck, nicht als Mittel für eine Politik, eine Ideologie, eine kollektive Identität oder ein wirtschaftliches Projekt. Die Würde setzt effektive Bedingungen voraus —Bildung, Arbeit, Gesundheit, Wohnung, Gewissensfreiheit— ohne die die formellen Rechte zur Rhetorik werden.

Liberale Demokratie

Verstanden als eine Form, das öffentliche Leben zu organisieren: durch den Staat geschützte individuelle Rechte, Gewaltenteilung, wechselseitige Kontrollen, Presse- und Meinungsfreiheit, Machtwechsel, Pluralismus. Eine fragile Architektur, die sich nur durch aufmerksame Bürgerschaft und solide Institutionen hält.

Republik

Das Gesetz über dem Willen dessen, der regiert; die Gewaltenteilung als Bedingung der Freiheit; die öffentliche Verantwortung als natürliche Kehrseite jeder delegierten Autorität. Die Institutionen werden hier nicht als Hindernisse für den Volkswillen gedacht, sondern als seine stabile Form.

„Damit man die Macht nicht missbrauchen kann, ist es notwendig, dass durch die Anordnung der Dinge die Macht der Macht Einhalt gebietet."
— Montesquieu, Vom Geist der Gesetze, XI, 4 (1748)

Der Name

Conciencia Democrática benennt zugleich eine Bedingung und eine Praxis. Bedingung: jede Demokratie muss sich selbst anschauen, ihre Irrtümer und Grenzen erkennen. Praxis: dieses Bewusstsein wird öffentlich gebaut —durch Lesen, Schreiben, Diskutieren—. Die Zeitschrift sucht Abstand sowohl zur militanten Epik als auch zur technischen Gleichgültigkeit.

Über die Gründung

Die Revista Conciencia Democrática wurde von Juan Tomás Jara Masson gegründet, Lic. in Internationalen Beziehungen an der Päpstlichen Katholischen Universität Argentiniens, Doktorand der Politikwissenschaft und Inhaber eines Diploms in Humanistischer Führung an derselben Universität. Die Veröffentlichung entstand aus einer Sorge um die Menschenwürde, die liberale Demokratie, die Republik und die Verantwortung des öffentlichen Wortes.

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